Dank Corona lernen wir als Menschheit derzeit etwas sehr Wertvolles. Wir lernen, wie machtvoll und überlegen eine unglaublich winzige Sache sein kann, wenn sie in Resonanz mit einem latenten Feld gerät. Diese winzige Sache ist in diesem Fall ein Virus. Das latente Feld ist Angst – eine immense, kollektive Zukunftsangst: Ingredienz und Begleiterscheinung des Turbo-Kapitalismus am Rande des globalen Kollaps.
Gemeinsam machen sie Dinge möglich, die niemandem sonst gelangen, weder den Klimastreiks und Umweltaktionen der letzten Jahre noch der UNO in ihren ganzen Jahren des Bestehens noch allen Bemühungen, Bedrohungen, Appellen, Bewegungen, Wissenschaftlern, dem Papst oder sonstigen Autoritäten: entschlossenes, rigoroses Handeln über alle Grenzen hinweg. Industrie, Tourismus, Erziehung, Sport – große Bereiche des öffentlichen Lebens in vielen Ländern der Welt werden stillgelegt. Die Menschheit ist im Pausen-Modus. Und siehe da: Der Himmel über China und Norditalien ist wieder blau; die Luftverschmutzung geht zurück; die Menschen bleiben zu Hause und haben endlich wieder Zeit für das Wesentliche, für sich, für Besinnung und die Menschen um sie herum. In Italien singen sie aus offenen Fenstern, und aus anderen Häusern singen sie zurück.
Wer oder was konnte das bewirken? Wer hat so viel Macht? Wir haben von vielen konspirativen Entstehungstheorien gehört, aber wir beschäftigen uns hier bewusst nicht damit. Vielleicht ist das neue Corona-Virus ja wirklich vor einigen Monaten von der Wildtierwelt auf den Menschen übergesprungen. Dann könnten wir es als Maßnahme der Natur verstehen, der Menschheit zu helfen, ihr Leben nun endlich zu verändern.
Ganz gleich ob das Virus nun menschengemacht oder naturgegeben ist: Er zeigt uns, wie fragil die globalisierten Systeme sind und dass die Menschheit in der Lage ist, ihr kollektives Verhalten von einem Tag auf den anderen grundlegend zu verändern. Nehmen wir den erzwungenen Pausen-Modus, um uns vorzustellen, wie eine heilende Veränderung unserer Gesellschaften funktionieren könnte! Wie werden wir uns versorgen, mit wem in unserer Umgebung können wir zusammenarbeiten, was werden wir tun, wenn tatsächlich die globalen Systeme zusammenbrechen?
Vielleicht werden wir später auf den Coronavirus als eine große gemeinsame Übung zurückblicken, in der wir anfingen, die dezentralen, gemeinschaftlichen Systeme zu entwickeln, mit denen wir ökologischen und sozialen Krisen meistern konnten. Angst und Panik sind dabei keine guten Ratgeber. Vertrauen, gegenseitige Unterstützung, Verantwortung für das Ganze, Flexibilität und Offenheit für Neues – das sind die Qualitäten, die wir in dieser Zeit des radikalen Umbruchs am meisten brauchen.
Das Erstaunliche bleibt die unglaubliche Machtentfaltung des Virus und seine Fähigkeit, der Menschheit zu zeigen, dass wir viel intimer verbunden sind, als wir dachten. Wenn eine Substanz in unseren Atemwegen, die sich nur durch direkten Kontakt überträgt, sich innerhalb weniger Wochen auf der ganzen Welt verteilt, dann können wir sagen: Wir sind tatsächlich EIN Atem.
Und das ist eine gute Nachricht. Können wir diese intime Einheit des Lebens auf der Erde nicht auch nutzen, um eine positive Bewegung in Gang zu setzen? Was durch Angst möglich ist, muss auch durch Vertrauen möglich sein können. Von Mund zu Mund könnte dann etwas ganz anderes geteilt werden als ein Virus.
Nämlich eine Botschaft der Hoffnung und Zukunftsgewissheit. Die Information: Wir sind Teil einer großen Lebensgemeinschaft von Menschen, Tieren, Natur und göttlichen Wesen, die eine Einheit bilden, sich gegenseitig unterstützen, helfen, wahrnehmen, ergänzen und lieben. Erde und Menschheit sind heilbar, auch jetzt noch, und zwar in kürzester Zeit, wenn wir Menschen unsere wirkliche Aufgabe wahrnehmen und annehmen. Liebe und Einheit sind die Grundsubstanz der Allianz aller Lebewesen – das ist die frohe Botschaft.
Was brauchen wir, damit sich diese ebenso schnell von Mensch zu Mensch und durch alle Kanäle ausbreitet wie jetzt noch das Virus?
Wir brauchen die Resonanz mit einem anderen kollektiven Feld in uns, einem viel tieferen als dem der Angst, mit einem Feld, das im Moment noch überdeckt ist: Es ist das kollektive Feld des Vertrauens, die Matrix des Lebens; Dieter Duhm nennt es die “heilige Matrix”. Denn trotz allen Leids, aller Schrecken der Vergangenheit und aller Bedrohung ist das Leben immer noch auf Freude, Neugier und Überleben ausgerichtet. Es gibt einen Kern in uns, der dies weiß. Dieser Kern heißt Vertrauen. Und so absurd es angesichts der ganzen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen für viele jetzt sein mag: Das ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe – das Feld des Vertrauens zu stärken durch alles, was wir tun, denken, kommunizieren und wie wir miteinander umgehen.
Das ist auch unsere Arbeit im Aufbau von Heilungsbiotopen: in gemeinsamer Arbeit das Trauma der Angst abzuschütteln und die tiefere Schicht des Vertrauens freizulegen. Das ist die Grundlage einer neuen Kultur.
Super das stimmt für mich total
Maria
Es ist wunderschön für mich zu lesen, was mein Herz fühlt und mein Kopf denkt, doch die Hand nicht selbst verfassen kann….
Vielen Dank!
Auch, wenn die Angst nur eine Befürchtung ist und ich vielleicht auch ein zu skeptischer Mensch bin habe ich einen gruseligen Gedanken:
Das die Pharmaindustrie durch die Pandemie noch mehr Gewinn macht = Macht gewinnt!
Uns sollte eine Impfpflicht auferlegt werden-
viele Menschen wehrten sich.
Naturmedizin, alternative Heilmethoden, werden trotz vieler negativer Medien immer beliebter.
Doch was passiert wenn jetzt ein neuer Impfstoff (Medikamente) “aus dem Ärmel gezaubert” wird?
Über diesen bevorstehenden “Wandel” (in Richtung Übernahme der Menschenrechte durch Pharmakonzerne) sollte schon früh begonnen werden zu überlegen.
Trotz Vertrauen und der unendlichen Liebe!
Danke für den Artikel.-
Das Vertrauen beginnt IN uns selbst. D.h. wir stehen in der Selbstverantwortung gut für uns zu sorgen und das schließt stets den Nächsten mit ein, denn er ist Teil meines GANZ-Seins. “Inter-Being” nennt es Thich NaThan. Indem wir physisch, mental und spirituell unseren Innenraum mit Selbstfürsorge pflegen und ihn frei von Angst halten, sind wir offen für das Geschöpf neben uns. Wir spüren die Verbundenheit, die wir im Sich-Kümmern, Anteilnehmen, Füreinander-da-Sein leben. Eben: im lieben.
Herzlichst Ramona
Oh, wie schön! Vielen Dank für diesen ermutigenden Text.
Herzliche Grüße aus dem Süden, ich stehe gerade mit dem Wohnmobil an der Küste von Vila do Bispo in Portugal – also noch südlich von Tamera – und freue mich sehr über diese vertrauensvolle Botschaft.
Herzliche Grüße in den Alentejo oder nach Bad Belzig, je nachdem, wo diese Email gerade landet..
Ulrich Grahner
danke!!!
…eure worte bestaetigen mein herzgefuehl.
die konfrontation mit meinen tiefsten aengsten allein zwingt mich in die verantwortung meines vertrauens. das ist ein immer wiederkehrender prozess, der sich immer subtiler zeigt. ich habe meinen glauben verloren, davor weglaufen zu koennen, und das vertrauen gewonnen, darin mitten in meiner angst zu stehen – im vertrauen.
es fuehlt sich, als wuerden meine wurzeln wachsen und ihren platz endlich einnehmen.
danke!!!