EDITORIAL

Hinter der weltweiten Epidemie gnadenloser Gewalt steht die Erfahrung eines Schmerzes, der mit herkömmlichen MItteln nicht mehr bewältigt werden kann. Und doch ist er heilbar. (Dieter Duhm)

An alle Menschen, die die Erde lieben!

Ich habe mich vor fast zwei Jahren dazu entschieden, einen ungewöhnlichen Plan ins öffentliche Gespräch zu bringen. Er stammt nicht von mir, sondern wurde von Dieter Duhm bereits vor vielen Jahren entwickelt und durchdacht. Es war für mich die Entscheidung, ganz Partei zu ergreifen für das, was ich liebe. Für diese Öffentlichkeitsarbeit, so wurde mir klar, würde ich ein Buch schreiben müssen und unter meinem Namen veröffentlichen. Es ist meine Resonanz auf dieses Vorhaben. Das Schreiben wurde zu einem Prozess der Auseinandersetzung mit diesem Plan, mit meinem Glauben, mit einer immer größeren Öffnung gegenüber neuen Gedanken und Erfahrungen. Es war eine herausfordernde Zeit. Zugleich bin ich zutiefst dankbar für diesen Freiraum, in dem ich mich ganz auf etwas Wesentliches konzentrieren konnte. Es war ein großes Geschenk.

Das Buch ist nun erschienen und trägt den Titel “Die globale Befreiung von Angst und Gewalt. Ein Heilungsplan für die Erde”. Es hat mich selbst immer tiefer verbunden hat mit der Realität, in der wir leben. Ich meine die Realität des Krieges, die sich hier auf der Erde verfestigt hat. Ich meine aber auch die Realität der Liebe, die noch nicht manifest und dennoch “wirklicher” ist als fast alles, was wir alltäglich erleben. – Diese Realität der Solidarität und Liebe unter Menschen und zwischen Mensch und Natur, zu allen Mitgeschöpfen, können wir global verwirklichen. – Das klingt wie ein Märchen, aber wenn wir wollen, ist es keines. Es ist das Ergebnis eines entschlossenen Handelns und einer neuen Form der Organisation, mit der wir das politische Ziel erreichen können.

Auf der Webseite terra-nova.earth werde ich wöchentlich unter der Rubrik “Plan der Heilungsbiotope” weiteres Studienmaterial veröffentlichen. Ich freue mich auf einen regen Austausch und auf engagierte MitarbeiterInnen.

Das Kriegsspiel in Bethlehem

Das Kriegsspiel in Bethlehem

Bethlehem. Im Stall zu Bethlehem wurde das Christuskind geboren. Noch heute klingt mir das Kirchenlied aus meiner Kindheit in den Ohren nach: „Dort liegt er elend, nackt und bloß, der Schöpfer aller Ding.“
Von niemandem erkannt, von der Kultur geächtet, erblickte der Sohn Gottes das Licht der Welt. Wann werden wir in der Lage sein, die Kinder Gottes zu erkennen und ihnen gebührende Wohnstätten zu errichten?

Solange unsere Kultur nicht dieses göttliche Licht beheimaten kann, ist es besser, unser Haupt unter den Flüchtlingen und Vertriebenen zu betten. Unter den Brücken, auf den Steinböden von Versammlungsräumen. Orte, an denen Menschen über mehr Gerechtigkeit nachdachten, sei mein Zuhause.
Orte, an denen das Leben selbst seine uneingeschränkte Daseinsberechtigung hat, mögen Wegweiser sein.

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Der erlöste Eros

Der erlöste Eros

Stell’ dir vor, du wachst eines Morgens auf und merkst, dass du keine Angst und keinen Hass mehr in dir hast. Du erinnerst dich an die gewohnheitsmäßigen Sorgen der letzten Jahre, aber du hast sie nicht mehr.

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Vom System des Haben-Wollens zum System des Schenkens

Vom System des Haben-Wollens zum System des Schenkens

Geld drückt die Werte einer Gesellschaft aus. Das Geld sagt, was wir wertschätzen und was wir tun sollen. In einer heilen Welt würde das Geld allen Menschen und allem Leben zugutekommen. Doch heute werden die Dinge, die das Leben zerstören, mit dem meisten Geld belohnt. Dagegen gibt es für die Dinge, die dem Leben dienen, überhaupt kein Geld. Geld ist die Verkörperung von Herrschaft, Wachstum, Kontrolle, Konkurrenz und Trennung. Das sind die Werte der Zivilisation, die momentan die Welt beherrscht.
Wir nehmen teil am System der Ausbeutung, wenn wir am Abbau von Ressourcen oder an der Zerstörung der Gemeinwesen teilnehmen. Wenn man Menschen daran hindert, einander zu helfen, und Hilfe stattdessen in eine bezahlte Dienstleistung verwandelt, dann schafft man ein Ausbeutungssystem.

Stellt euch vor, ihr entdeckt einen Ort auf der Welt, an dem Menschen sich noch gegenseitig ihre eigenen Lieder vorsingen. Wenn ein Haus niederbrennt, kommen die Nachbarn und helfen beim Wiederaufbau. Jeder kocht für andere mit. Die Menschen bauen ihre eigene Nahrung an. Sagen wir westlichen Menschen dann vielleicht: Wir haben das Paradies gefunden? Nein, wir sagen: „Schaut mal, hier ist ein unentwickelter Markt. Wir müssen ihnen helfen, sich zu entwickeln!“

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