EDITORIAL
Hinter der weltweiten Epidemie gnadenloser Gewalt steht die Erfahrung eines Schmerzes, der mit herkömmlichen MItteln nicht mehr bewältigt werden kann. Und doch ist er heilbar. (Dieter Duhm)
An alle Menschen, die die Erde lieben!
Ich habe mich vor fast zwei Jahren dazu entschieden, einen ungewöhnlichen Plan ins öffentliche Gespräch zu bringen. Er stammt nicht von mir, sondern wurde von Dieter Duhm bereits vor vielen Jahren entwickelt und durchdacht. Es war für mich die Entscheidung, ganz Partei zu ergreifen für das, was ich liebe. Für diese Öffentlichkeitsarbeit, so wurde mir klar, würde ich ein Buch schreiben müssen und unter meinem Namen veröffentlichen. Es ist meine Resonanz auf dieses Vorhaben. Das Schreiben wurde zu einem Prozess der Auseinandersetzung mit diesem Plan, mit meinem Glauben, mit einer immer größeren Öffnung gegenüber neuen Gedanken und Erfahrungen. Es war eine herausfordernde Zeit. Zugleich bin ich zutiefst dankbar für diesen Freiraum, in dem ich mich ganz auf etwas Wesentliches konzentrieren konnte. Es war ein großes Geschenk.
Das Buch ist nun erschienen und trägt den Titel “Die globale Befreiung von Angst und Gewalt. Ein Heilungsplan für die Erde”. Es hat mich selbst immer tiefer verbunden hat mit der Realität, in der wir leben. Ich meine die Realität des Krieges, die sich hier auf der Erde verfestigt hat. Ich meine aber auch die Realität der Liebe, die noch nicht manifest und dennoch “wirklicher” ist als fast alles, was wir alltäglich erleben. – Diese Realität der Solidarität und Liebe unter Menschen und zwischen Mensch und Natur, zu allen Mitgeschöpfen, können wir global verwirklichen. – Das klingt wie ein Märchen, aber wenn wir wollen, ist es keines. Es ist das Ergebnis eines entschlossenen Handelns und einer neuen Form der Organisation, mit der wir das politische Ziel erreichen können.
Auf der Webseite terra-nova.earth werde ich wöchentlich unter der Rubrik “Plan der Heilungsbiotope” weiteres Studienmaterial veröffentlichen. Ich freue mich auf einen regen Austausch und auf engagierte MitarbeiterInnen.
Die Intimität der Wahrheit
Dass unser Projekt nach vier Jahrzehnten noch in voller Lebendigkeit existiert, hängt auch damit zusammen, dass wir von Anfang an derartige Wahrheitsräume eingerichtet haben. Wir mussten viel lernen, um dazu fähig zu werden. Als wir in der ersten Kommune in Leuterstal (Süddeutschland) vor 35 Jahren eine „Woche der Wahrheit“ veranstalteten, schlugen sich die vierzehn Teilnehmer die Wahrheiten so um die Ohren, dass sich die Tage mit Wut und Angst füllten. Sechs Teilnehmer haben dann die Gruppe verlassen. Da war bei dem Begriff der Wahrheit etwas gründlich missverstanden worden. Die Teilnehmer hatten die Tage benutzt, um ihren angestauten Frustrationen und Aggressionen freien Lauf zu lassen und zu sagen, was sie voneinander dachten. Aber zu sagen, was man voneinander denkt, ist noch keine innere Wahrheit. Wahrheit entsteht, wenn wir selbst wahr werden und uns der Masken entkleiden, mit denen wir sonst unser Image voreinander aufbauen. Wahrheit ist der authentische Austritt aus den alten Rollenmustern und die Bereitschaft, die anderen in die eigene Seele schauen zu lassen. Dadurch entsteht eine menschliche Betroffenheit und Anteilnahme, in der alle alten Reflexe von Verurteilung und Ablehnung erlöschen. Wahrheit erzeugt Akzeptanz und Liebe. Gesehen werden heißt geliebt werden. Das gilt auch für unsere Einrichtung der Tiefengespräche in der Gruppe. Sobald sich der Kanal zwischen dem Leiter und der befragten Person öffnet, wird die Person in ihrer reinen Gestalt – fast könnte man sagen: in ihrer Christusnatur – sichtbar. Dann öffnet sich das Tor der Liebe, es entsteht vollkommene Akzeptanz. Es ist eine Intimität nicht nur auf emotioneller, sondern auch auf spiritueller Ebene, eine tiefe Intimität, aus demselben Stoff zu sein.
Göttin unser – Lesung mit Bildern und Musik
Sabine Lichtenfels liest eine Morgenandacht. Mit Musik und Bildern,...
Defend the Sacred – spiritueller Aktivismus
Spiritueller Aktivismus ist eine Form des Gebets. Gemeinsam, kreativ, gewaltfrei und verbunden mit einer Vision, die eine Lösung für alle beinhaltet. Ein Beispiel dafür war unsere Widerstandsaktionen gegen die Ölbohrung von der Küste von Portugal. Dieses kurze Video...